Montag, 17. März 2008
Dienstag, 12. Februar 2008
Zusammenarbeit mit SACCOS
SACCOS sind gemeinschaftliche Kredit- und Sparorganisationen. Zara Solar Ltd. will in nächster Zeit von sich aus diese SACCOS ansprechen, Werbung für Solar zu guten Konditionen machen und so Kunden erreichen, die ohne Kreditunterstützung nicht in der Lage währen, sich ein Solar-System zu leisten. Als nächster Schritt, bei erfolgreichem Vertrieb von Solar über eine SACCOS soll ein Mitglied dieser SACCOS zum Solar-Elektriker ausgebildet werden, damit die Gemeinschaft ihre Systeme eigenständig warten kann.
Inzwischen warten wir seit knapp 2 Wochen auf die Kontaktliste die wir von der SACCOS-Dachorganisation SCCULT erbeten haben...
Inzwischen warten wir seit knapp 2 Wochen auf die Kontaktliste die wir von der SACCOS-Dachorganisation SCCULT erbeten haben...
Zwischenseminar und Bagamoyo
Unser Zwischenseminar fand in der ehemaligen Hauptstadt Deutsch-Ost-Afrikas Bagamoyo in einem christlichen Fortbildungszentrum statt. Bagamoyo ist angeblich zusammengesetzt aus den Worten „kubaga“ (niederlegen) und moyo (Herz). Bagamoyo heißt demnach „Lege deine Herz nieder“, meinem Reiseführer zufolge geht der Name auf den arabischen Sklavenhandel zurück. Wenn Sklaven in Bagamoyo angekommen waren und auf Schiffe verladen wurden, konnten sie nur ihr Herz in ihrer Heimat zurücklassen, es darniederlegen.
Am Strand von Bagamoyo konnten man von unserem Seminarort zwischen Palmen und Mangroven an den Dhaus (Einmastige Fischerboote) in Richtung Stadt vorbeigehen, um dann auf die kolonialzeitliche (gepflasterte…) Strandpromenade zu wechseln und die größtenteils leerstehenden, mehr oder minder verfallenen Kolonialbauten zu sehen und damit einen kleinen Hauch vom Leben zur Zeit der deutschen Kolonien abzubekommen.
Einen Eindruck davon kann man auch im Kolonialmuseum der Statt bekommen. Besonders eindrucksvoll ist die aufgebahrte deutsche Zeitung – wenn man sie, anstelle nur die langweiligen Schlagzeilen über neue Erträge zu lesen, frech aufschlägt und ein wenig blättert, kommt man zu so aufschlussreichen, wirtschaftlich und wissenschaftlich wertvollen Artikeln wie:
„Wie man dem Neger das Arbeiten anlernt, eine Abhandlung von . . .“
Das Zwischenseminar dient dazu, nach etwas mehr als einem Drittel der Zeit in Tansania Erfahrungen auszutauschen, gemeinsam über die Arbeit und Probleme zu reflektieren und Pläne und Ideen für die kommende Zeit zu sammeln.
Eines der Themen des Zwischenseminars war: „’Typisch’ tansanisch“, bei dem wir uns über unsere Erfahrungen und Eindrücke mit/von der tansanischen Kultur, Gesellschaft und Tansaniern ausgetauscht haben.
Mich interessiert an diesem Thema besonders, was Tansanier an Tansania für typisch halten.
Immer wieder habe ich in Gesprächen über diese Frage (oder die Frage danach, was man an seinem Land mag, worauf man stolz ist), das Stichwort „Amani“ (Frieden) gehört.
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Am Strand von Bagamoyo konnten man von unserem Seminarort zwischen Palmen und Mangroven an den Dhaus (Einmastige Fischerboote) in Richtung Stadt vorbeigehen, um dann auf die kolonialzeitliche (gepflasterte…) Strandpromenade zu wechseln und die größtenteils leerstehenden, mehr oder minder verfallenen Kolonialbauten zu sehen und damit einen kleinen Hauch vom Leben zur Zeit der deutschen Kolonien abzubekommen.
Einen Eindruck davon kann man auch im Kolonialmuseum der Statt bekommen. Besonders eindrucksvoll ist die aufgebahrte deutsche Zeitung – wenn man sie, anstelle nur die langweiligen Schlagzeilen über neue Erträge zu lesen, frech aufschlägt und ein wenig blättert, kommt man zu so aufschlussreichen, wirtschaftlich und wissenschaftlich wertvollen Artikeln wie:
„Wie man dem Neger das Arbeiten anlernt, eine Abhandlung von . . .“
Das Zwischenseminar dient dazu, nach etwas mehr als einem Drittel der Zeit in Tansania Erfahrungen auszutauschen, gemeinsam über die Arbeit und Probleme zu reflektieren und Pläne und Ideen für die kommende Zeit zu sammeln.
Eines der Themen des Zwischenseminars war: „’Typisch’ tansanisch“, bei dem wir uns über unsere Erfahrungen und Eindrücke mit/von der tansanischen Kultur, Gesellschaft und Tansaniern ausgetauscht haben.
Mich interessiert an diesem Thema besonders, was Tansanier an Tansania für typisch halten.
Immer wieder habe ich in Gesprächen über diese Frage (oder die Frage danach, was man an seinem Land mag, worauf man stolz ist), das Stichwort „Amani“ (Frieden) gehört.
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Wäsche waschen
In Dar es Salaam habe ich für die knapp 2 Wochen im Haus der dortigen Freiwilligen gelebt. An einem Tag habe ich meine Wäsche gewaschen, als Lisa von der Arbeit kam und von Suzy (der Haushälterin der Freiwilligen in Dar) gefragt wurde, warum sie mir denn nicht die Wäsche wäscht, für ihren Mpenzi (Freund, Liebling) müsste sie das doch machen. Wir haben erklärt, dass wir gut jeder selber die Wäsche waschen können und es für uns nicht Teil einer Beziehung ist, einen Handel wie: Geschenke und Geld (vom Mann für die Frau) gegen Arbeitsleistung (von der Frau für den Mann) einzugehen, wie es hier anscheinend häufig der Fall ist.
Wir haben Godwin (den tansanischen FÖJler in Dar es Salaam) auf die starre Rollenvorstellung: Frau erledigt Hausarbeit und kümmert sich um Kinder, Mann beschafft Geld, angesprochen. Er meinte, dass er bereit ist, als Mann auch Hausarbeit zu leisten, es ihm aber, wie allen Anwesenden, nicht reichen würde, nur Hausarbeit zu erledigen und dass er von daher der Meinung ist, dass Frauen (vor allem auch um selbstständiger zu sein) eine eigene Arbeit haben sollten und sich die Hausarbeit mit dem Mann teilen.
Der Vater in unserer Nachbarsfamilie wäscht übrigens auch…
In Dar habe ich Feedback zum Filmprojekt von einigen Produzenten eingeholt und Kontakt zum Fernsehen hergestellt.
Wir haben Godwin (den tansanischen FÖJler in Dar es Salaam) auf die starre Rollenvorstellung: Frau erledigt Hausarbeit und kümmert sich um Kinder, Mann beschafft Geld, angesprochen. Er meinte, dass er bereit ist, als Mann auch Hausarbeit zu leisten, es ihm aber, wie allen Anwesenden, nicht reichen würde, nur Hausarbeit zu erledigen und dass er von daher der Meinung ist, dass Frauen (vor allem auch um selbstständiger zu sein) eine eigene Arbeit haben sollten und sich die Hausarbeit mit dem Mann teilen.
Der Vater in unserer Nachbarsfamilie wäscht übrigens auch…
In Dar habe ich Feedback zum Filmprojekt von einigen Produzenten eingeholt und Kontakt zum Fernsehen hergestellt.
Bwana Afya

Auf das Töten eines Marabus („Bwana Afya“ auf Kiswahili – „Herr Gesundheit“) steht Gefängnisstrafe, was jedoch weniger auf Tierliebe bzw. Artengleichberechtigung denn auf praktisch-egoistische Gründe zurückzuführen ist.
Marabus sind Aasfresser und halten sich somit bevorzugt an diversen Müllkippen in Stadt auf. So werden zumindest Fleisch- und Fischreste recht schnell entfernt.
Tote Marabus gibt es dennoch, ihre Spannweite bringt sie ins Beuteprofil gemeiner Stromleitungen während andere Vögel durch die Leitungen hindurchschlüpfen.
Geschichte
Für alle geschichtlich Interessierten gibt es demnächst ein Bild von der unten genannten Zeitung und vor allem ein Foto vom Bismarck Rock...
(Der Stein alleine ist im Grunde eine Karikatur, karibu analysieren).
(Der Stein alleine ist im Grunde eine Karikatur, karibu analysieren).
Sansibar

Bereits die Überfahrt mit der Schnellfähre von Dar es Salaam nach Stonetown über zunächst tiefblaues, dann aber immer türkiser werdendes und die weißen Sandstrände ankündigendes Wasser und die Ankunft im Hafen gaben eine Ahnung von den kommenden Tagen.
Die Stonetown ist die Altstadt der Hauptstadt von Sansibar. Wir haben die sehr verwinkelten Gassen und die Gebäude mit geschnitzten Holztüren erkundet, waren erschreckt über rücksichtslose (italienische und deutsche) Touristen – Hotpants und Spaghettiträger, Fotografieren von Stadtbewohnern wie Gegenstände oder Tiere, laut den Freiwilligen aus Sansibar gibt es auf Sansibar das Stereotyp des rücksichtslosen, arroganten Italienertouristen, dem wir prompt mehrmals begegnet sind, haben frischen Zuckerrohrsaft getrunken und Obst und Gewürze auf dem Markt gekauft.
Die nächsten Tage bestanden aus am Strand entspannen, schnorcheln, lesen, Musik, gut essen und trinken, sowie das Jozani Forest Reserve und seine Roten Colobus-Affen besuchen.
An Sylvester sind wir zu einer Bar mit Open-Air-Disco, langem Warten auf Getränke und seltsamer Musik gefahren. Nicht wirklich mein Fall, so habe ich mich an den nahgelegenen Strand abgesetzt und zusammen mit dem indischen Ozean, der sich in ihm spiegelnden Milchstraße, dem aufgehenden Mond und Lisa das neue Jahr begrüßt.
Geschichtliche Anmerkung:
Deutschland und Großbritannien haben 1890 im Sansibar-Helgoland Abkommen Buganda (das heutige Uganda) und ein Protektorat über Sansibar für Großbritannien gegen Helgoland und ein Stückchen Land zwischen Namibia und Rhodesien getauscht. Jeder mag diesen Handel für sich einschätzen (Zu bedenken ist jedoch, das Helgoland immer noch Teil Deutschlands ist, während es keine deutschen Kolonien mehr gibt…).
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